Leadership: Die besten 30 Zitate zur Zukunft der Arbeit,  New Work und Chancen umsetzen

 

Leadership-Zitate für Menschen, egal ob Mitarbeiter oder Führungskräfte, die einfach Bock auf die Zukunft haben! Gerade in diesen bewegten Zeiten, wo es so viele Umbrüche gibt, schenken Zitate oft Weisheiten, von denen du viel lernen kannst, auch für das eigene Leben. Ich lese immer wieder gerne Zitate oder höre mir bewusst Podcast-Zitate-Folgen an. Zitate helfen mir mich zu motivieren, sie inspirieren und lenken meine Gedanken auf Themen mit Tiefe. Daher möchte ich dir in diesem Beitrag meine 30 Lieblings- Zitate vorstellen.

 

Wann bringen dir Zitate etwas?

Es gibt immer wieder Situationen, da helfen Zitate. Wenn ich zum Beispiel etwas umsetzen, neu machen oder etwas verändern möchte. In solchen Situationen lese ich bewusst Zitate. Zitate helfen:

  • Wenn ich eine Präsentation oder Rede für mein Team oder Kunden vorbereite
  • Wenn ich ausgelaugt bin und neue Energie brauche
  • Nach Enttäuschungen
  • Vor wichtigen Entscheidungen
  • Wenn ich mit mir und meinem Führungsverhalten unzufrieden bin
  • Wenn ich den nächsten Schritt gehen will und dabei meine Komfortzone verlassen muss
  • Vor Kritikgesprächen

 

Meine 30 – TOP Zitate

Im Job steht jeder Mitarbeiter, jede Führungskraft vor großen Herausforderungen. Doch insbesondere die Führungskräfte werden derzeit „festgenagelt“. Sie sollen schnell moderner, agiler und wertschätzender führen. Und das zackig!

Doch auch Führungskräfte sind Menschen, die sich als Führungskräfte in ihrem Führungsverständnis, in dem Führungsstil, Wissen und Führungsverhalten transformieren müssen. Dafür braucht es auch Raum fürs Lernen, Üben und Erfahrungen sammeln. Das gilt gerade für gestandene Führungskräfte, die sich den neuen Anforderungen nochmal ganz anders öffnen müssen. Denn:

„Die Zukunft hat viele Namen. Für Schlaue ist sie das Unerreichbare, für Furchtsame das Unbekannte, für Mutige die Chance.“ (Victor Hugo)

Ich stelle dir jetzt meine 30 Lieblings-Zitate vor und erkläre ein wenig, wie ich sie verstehe und wie sie mir helfen, einen Zukunftsblick zum Thema Leadership und neue Arbeitswelt zu entwickeln. Für mich bewegt sich alles in einem Dreiklang: Eintauchen in die neue Arbeitswelt – auftauchen und verstehen, wie Alt und Neu zusammenpasst – Freischwimmen lernen, umsetzen, experimentieren und lernen, um eine tolle Führungskraft zu werden.

 

Eintauchen in die neue Arbeitswelt

Was erwartet uns in Zukunft in der Arbeitswelt? Ich denke, jeder weiß, dass die Digitalisierung die Art und Weise, wie wir arbeiten, ordentlich auf den Kopf stellen wird. Das spüren wir jetzt bereits schon und das wird sich mit der Zunahme vom Einsatz der künstlichen Intelligenz nochmal drastisch verändern.

Früher gab es fast in jedem Dorf einen „Tante-Emma-Laden“, eine Kneipe und eine Apotheke. Schaut man sich heute in den Dörfern um, dann sind die kleinen Läden und Kneipen fast ausgestorben. Und auch die Apotheken kämpfen wirtschaftlich ums Überleben. Neue Geschäftsmodelle haben sich durchgesetzt. Die großflächigen Discounter haben sich durchgesetzt.  Bei einigen dieser Supermärkte kannst du deinen Einkauf sogar online via App bestellen. Die Waren werden dir nach Hause gebracht oder sie stehen auf Wunsch abholbereit ab einer bestimmten Uhrzeit in der Filiale zur Verfügung.

Die Geschäftsmodelle haben sich weiter entwickelt und teils digitalisiert. Frei nach Henry Ford, dem das Thema Fortschritt immer ein Anliegen war:

„Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“

Der Fortschritt zwingt uns zu neuen Ideen und zu neuen Weiterentwicklung der bestehenden Arbeitsweisen. Als Mitarbeiter und Führungskräfte können wir ins Jammertal verschwinden oder etwas daraus machen. Der Management-Papst Peter Ducker hat es wunderbar auf den Punkt gebracht:

„Wir können die Zukunft nicht voraussagen, aber wir können sie gestalten.“

 

Und darum geht es in Zukunft noch viel mehr. Wir werden in den nächsten Jahren viele Veränderungen erleben. Und das bedeutet auch Umwälzungen in unserem Job, auch bei den Tätigkeiten, die wir gelernt haben und am Arbeitsplatz ausüben. Es wird immer wichtiger, dass wir zum Mitgestalter, Entdecker und Entwickler werden. Denn:

„Wie klein unsere Welt eigentlich ist, merken wir meist dann, wenn wir große Dinge vorhaben.“ (Ernst Ferstl)

 

Und wie einst Konrad Adenauer sagte: „Kritiker haben wir genug. Was unsere Zeit braucht, sind Menschen, die ermutigen.“

Mutig sein und Neues anpacken, Geschäftsmodelle weiter entwickeln und alte Strukturen verändern,  das ist kein Kinderspiel. Das bedeutet, dass vieles Bekanntes verschwindet, sich Neues entwickelt und Unsicherheit normal werden wird. Damit müssen wir uns als Führungskräfte auseinander setzen und unser Team befähigen, damit umzugehen. Es wird bald keine Strategiepläne mehr geben, die für 5 bis 10 Jahren das große Ziel definieren. Dafür ist der Wettbewerb viel zu dynamisch geworden und die Erfordernis, schnell und iterativ zu reagieren, teils sogar überlebensnotwendig.  Der amerikanische Dramatiker Tennessee Williams brachte es auf den Punkt:

„Warum ich so viel reise? Weil es schwierig ist, ein bewegliches Ziel zu treffen!“

Wir stehen vor großen Umwälzungen. Viele Jobs werden wegfallen, neue Jobs entstehen. Die Plattformökonomie wird weiterhin wachsen und datenbasiertes Wirtschaften zentral werden. ( Weitere Infos findest du auch im Gratis-Report: Wie sicher ist mein Job). Daher sollten sich Führungskräfte auch mit diesen äußeren Bedingungen beschäftigen. In dynamischen Zeiten Mitgestalter zu werden, Mitarbeiter zu befähigen, diesen Weg gemeinsam und erfolgreich zu gehen, wird eine zentrale Aufgabe einer modernen Führungskraft werden.Steve Jobs hatte dazu einen radikalen Standpunkt:

Meine Aufgabe ist nicht, es den Leuten leicht, sondern sie besser zu machen.“

Und auch der größte Kontrahent von Steve Jobs –Bill Gates – war überzeugt:

Im nächsten Jahrhundert werden Leader diejenigen sein, die andere fördern“

 

Leadership, moderne Mitarbeiterführung in dynamischen Zeiten ist eine große Herausforderung. Insbesondere für Führungskräfte, die die klassische Managementlehre praktiziert haben. Jede gestandene Führungskraft, die mit dem Herzen ein Leader ist, wird nach meiner Meinung bereit sein, sich den neuen Anforderungen zu stellen, an der eigenen Persönlichkeit zu arbeiten und neues Leadership-Knowhow sich anzueignen! (Beispiele und Übersicht von agilen Praktiken & Denkansätzen findest du in meinem Blogartikel HIER). Das wird eine echte Herausforderung! Und ich bin leider auch davon überzeugt, dass Führungskräfte, die sich dieser Veränderung ganz grundsätzlich verweigern, es im zukünftigen Arbeitsleben noch schwerer haben werden.

 

Altes Führungsverständnis abschütteln?

Du hast jetzt eine grobe Idee erhalten, mit welchen Veränderungen wir es in Zukunft zu tun haben werden. Was bedeutet das für uns als Führungskräfte?

Seit 20 Jahren bin ich Führungskraft und durfte schon so manchen „Stein“ aus dem Weg räumen. Und ich persönlich muss verstehen, dass ich mir einen neuen Blick auf Zusammenarbeit, Führungsverständnis, Erfolgsfaktoren und Bedeutung von Werten ermöglichen sollte. Ich bin mir sicher, dass wir uns der Zukunft öffnen sollten, sonst geht es uns wie einst  Kaiser Wilhelm II:

„Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist nur eine vorübergehende Erscheinung.“

Deine bis hierhin gemachten Arbeitserfahrungen im Job sind Gold wert! Erfahrungswissen ist wirklich enorm wichtig. Doch es reicht als Führungskraft nicht mehr, ein Schiff zu steuern, zu delegieren, zu kontrollieren, Ziele zu erreichen und Mitarbeitergespräche zu führen. Darüber hinaus sind ganz andere Skills gefragt!. Und vielen bis dato erfolgreichen, loyalen Führungskräften fällt diese Veränderung schwer. Der Aphoristiker Paul Schibler beschreibt es so:

„Wir haben Jahrzehnte damit zugebracht, zu ordnen und verordnen, organisieren und reorganisieren, regeln und reglementieren. Was wundert es, dass wir uns jetzt eingeengt fühlen.“  

Und einen Punkt möchte ich hier noch ergänzen: Viele Führungskräfte haben Angst und fühlen sich unsicher. Ihnen fehlt der Kompass für die Neue Führung.

Denn die Marktveränderungen haben längst viele Unternehmen erreicht. Die Belegschaft spürt es. Wir stecken mitten in der Digitalisierung. Vieles ändert sich, wird schneller, Projekte nehmen zu, Stellen fallen weg, immer mehr Arbeit wird auf wenige Köpfe verteilt oder Stellen können wegen dem Fachkräftemangel nicht mehr besetzt werden. Gleichzeitig wird versucht, viele Prozesse zu digitalisieren oder zu automatisieren, um mehr Effizienz zu erzielen. Das Tempo nimmt dabei rasant zu. Vielleicht kennst du solche Situationen?

„Mein Gehirn ist wie mein Internetbrowser: 16 Tabs sind offen, mindestens 3 hängen und ich hab keine Ahnung, wo die Musik herkommt“ (t3n)

 

Damit wir in der neuen Arbeitswelt nicht verheizt werden, ist es wichtig, zu verstehen, wie wir lernen können mit den Veränderungen umzugehen. Fréderic Laloux hat es so klar formuliert:

„New Work ist erstmal ein inneres Abenteuer, wo wir langsam lernen aus allem mechanischen Denken herauszukommen.“

 
New Work als Haltung verstehen

Laloux hat es schon sehr schön ausgedrückt: Es ist ein inneres Abenteuer. Denn jede Führungskraft steht vor der Herausforderung, eine eigene positive Haltung zu den neuen Führungsanforderungen zu entwickeln. Du wirst, egal ob als Führungskraft oder Mitarbeiter, eine positive Haltung in modernen Unternehmen leben müssen, die sich mit den Werten des Unternehmens deckt und den Menschen in den Vordergrund rückt. Vielleicht ist dieser Ansatz bei konservativen Unternehmen noch nicht angekommen, doch die Menschen sehnen sich nach: Führen auf Augenhöhe, Wertschätzung, Sinn, Mitgestalten…. Und das bedeutet, dass Mitarbeiter nicht nur ausführendes, sondern mitdenkendes Organ sein wollen. Passend dazu das Zitat von Viktor Frankl:

„Ein kreativer Mensch ist primitiver und kultivierter, destruktiver und konstruktiver, sehr viel verrückter und sehr viel vernünftiger als der Durchschnittsmensch.“

 

Und als moderner Leader gilt es, diesen Menschen Richtung und Rahmen zu geben. Das „Warum?“ zu erklären wie es Simon Sinnek so treffend formuliert.

Wenn du nicht weißt, warum du tust, was du tust, wie soll es dann jemand anderes wissen?“

 

Diese 3 Leadership-Skills werden immer wichtiger

Dadurch, dass die Arbeitswelt immer komplexer wird, müssen wir lernen, mit der Komplexität umzugehen und uns zum Freund zu machen. Und das fällt gerade Menschen schwer, die lange Jahre immer nach bestimmten Regeln und Vorschriften gearbeitet haben. Aus meiner Sicht werden kurzfristig drei Skills an Bedeutung deutlich zunehmen: Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Lernen.

 

Kommunikationsfähigkeit & Konfliktfähigkeit

Um schneller auf Märkte reagieren zu können, werden immer häufiger selbstorganisierte Teams mit Aufgaben betraut. Sie brauchen keine direkte Führung, sondern die Führungskraft stellt die Ressourcen und Rahmenbedingungen bereit. Wie das Team das Ziel erreicht, ist ihm größtenteils selbst überlassen. Damit das gelingen kann, müssen alle Beteiligten wirklich gut und auf Augenhöhe kommunizieren können. Und wenn Probleme auftauchen, gilt es diese zu lösen.

Albert Einstein sagte dazu schon:

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Das Team muss reflektieren, die Handlungen hinterfragen und Konflikten in die Augen schauen. Der Schlüssel heißt hier Kommunikation: „Kommunikation ist ein wunderbares Mittel, Konflikte zu lösen. Oder zu eskalieren.“ (Thom Renzie)

Die große Herausforderung ist, dass die Mitarbeiter persönlich auch „reif“ sind, diesen zwischenmenschlichen Diskurs mitzugehen:

„Konflikte sind nur lösbar, wenn Gefühl und Verstand in Einklang gebracht werden.“ (Helmut Glaßl)

 

Persönliche Weiterentwicklung

Ich bin davon überzeugt, dass die persönliche Weiterentwicklung ein Schlüssel ist, damit wir mit den digitalen Veränderungen und den zukünftigen Neuerungen, die uns die künstliche Intelligenz, Virtual Reality usw. noch bringen wird, souverän umgehen können. Selbstreflektion, Selbsterkenntnis und Bereitschaft, sich weiter zu entwickeln und zu lernen, das bringt dich als Führungskraft weiter. Schon John F. Kennedy  war überzeugt:

„Führung und Lernen bedingen sich gegenseitig“.

Als Führungskraft kannst du dir heute, bei diesen veränderten Bedingungen nicht mehr erlauben, dich nicht weiter zu entwickeln und mit Mitarbeitern so umzugehen wie vor fünf Jahren. Tust du es doch, dann empfehle ich dir, meinen Blogartikel.

Wir müssen ständig neue Dinge dazu lernen, uns als Mensch hinterfragen und uns weiterentwickeln. Hinzu kommt, dass das Tempo dieses Fortschritts sehr hoch ist und wir durch Smartphones & Co. irgendwie ständig „on“ sind. Vielleicht kennst du das auch? Wir fühlen uns teilweise ausgelaugt und uns fehlt die Zeit, einfach mal durchzuschnaufen. Versuche achtsam mit dir umzugehen.  Baue zwischendrin immer wieder Pausen ein, in denen du bewusst abschaltest und durchatmen kannst. Das Gehirn braucht diese Pausen, um Dinge zu verarbeiten, aber auch unsere Seele braucht Pausen, um einfach mal zu entspannen.

„Was ohne Ruhepausen geschieht, ist nicht von Dauer.“ Ovid

 

Leadership – Zukunft mitgestalten

Mitarbeiter, gleich ob Angestellte oder Führungskräfte, wünschen sich den Arbeitsplatz als einen Ort, wo man gerne hingeht. Ist das der Fall, dann wird die Unternehmenskultur positiv wahrgenommen. Ist das nicht der Fall, dann „stinkt“ die Kultur. Dann stimmen die Werte des Unternehmens nicht mit denen der Arbeitnehmer überein. Gerade in Unternehmen, die sich im Umbruch befinden und einen neuen Geist verschrieben haben, versuchen jetzt werteorientiert zu agieren. Dieses Handeln müssen auch die älteren Führungskräfte verinnerlichen. Es hilft dann wenig, wenn sie die neuen Werte predigen und nach den alten Führungsprinzipien handeln. Viktor Frankl hat es treffend auf den Punkt gebracht:

Werte kann man nicht lehren, sondern nur vorleben.“

 

Und durch das Vorleben entsteht ein neuer Spirit. Gerade in Unternehmen, in dem stärker mit virtuellen Teams und selbstorganisierten Teams gearbeitet wird, bekommt die Führungskraft eine andere Rolle zugesprochen. Sie sorgt dafür, dass es dem Team gut geht und dass sie vertrauensvoll und auf Augenhöhe arbeiten können, dass Wissen zugänglich gemacht wird und eine Transparenz vorhanden ist. Das ist ein ganz anderes Führungsverständnis, als in vielen klassisch geprägten Unternehmen.

 „Vertrauen ist für alle Unternehmungen das große Betriebskapital, ohne welches kein nützliches Werk auskommen kann. Es schafft auf allen Gebieten die Bedingungen gedeihlichen Geschehens.“ Albert Schweitzer

 

Ich kenne das Sprichwort noch sehr gut: Wissen ist Macht! Vor 10-15 Jahren war es noch so, dass auch ich so gearbeitet habe und mein Wissen nur selektiv weitergab. Doch das ist Quatsch! Die Halbwertzeit von Wissen halbiert sich sogar in den ersten drei Jahren! Wissen hinter dem Berg zu halten, bringt dich nicht weiter. Wenn wir also die Zugänge zu Wissen verschließen, Wissen bunkern ohne es zu teilen, schaden wir uns selber.

Heute profitiere ich wirklich sehr vom Teilen und Mehrwert bieten. Ich teile mein Wissen und das macht Spaß, weil ich wirklich viel Input, Impulse und Empfehlungen zurückbekomme. Und für mich stimmt dieser Satz:

Wissen ist die einzige Währung, die sich vermehrt, wenn sie geteilt wird.“ (unbekannt)

Oder mit anderen Worten

 „Ich leihe Dir meine Gedanken. Du leihst mir Deine Gedanken. Ich habe Deine? Du hast meine? Das Wunderbare am Gedanken-Austausch ist, dass wir unsere Gedanken austauschen und die eigenen dennoch behalten können.“ (Helga Schäferling)

Ich erlebe das immer noch. Für viele Führungskräfte ist es ungewohnt, zu teilen und uns auf neue Denk- und Handlungsweisen einzulassen. Aber genau darum geht es. Dinge anders zu tun, als wir es schon immer getan haben. Zumindest müssen wir uns mit dem Neuen auseinander setzen, damit wir rechtzeitig Führung neu praktizieren können. Ja, und vielleicht muss ich mich dann sogar vom Alten lösen:

 „Ich verstehe nicht, warum die Menschen Angst vor neuen Ideen haben. Ich habe Angst vor den alten.“

John Cage bringt es wunderbar auf den Punkt. Wir müssen uns weiterentwickeln, um die Zukunft mitgestalten zu können –auch als Führungskraft. Tun wir es nicht, werden wir abgehängt. Ganz einfach.

 

 

Eigenverantwortung – Entfaltung  – Reflexion

Wir haben gelernt, uns anzupassen. Spätestens in der Schule, in der Ausbildung oder während des Studiums. Wir haben den Regeln befolgt und so gelernt und gehandelt, wie es vorgesehen war. Doch komplexe Herausforderungen sind mit bekannten Herangehensweisen selten zu lösen. Es braucht neue Lösungsansätze. Wir müssen wieder mehr zum Entdecker werden, uns auf Neues und Unbekanntes einlassen und Freude am Lernen entwickeln. Und deshalb formuliert der Hirnforscher Gerald Hüther zu Recht:

„Wir kommen in eine Welt und verwickeln uns in vorgeformten Strukturen. Das wichtigste ist: Wir müssen uns daraus wieder ent-wickeln und entfalten.“

 

Natürlich fällt es den schon etwas „reiferen“ Führungskräften nicht so leicht. Dinge, die vorher richtig waren, mal beiseite zu schieben und Querdenken zuzulassen. Aber darum geht es. Wenn wir das Ziel kennen, kann der Weg zum Ziel sehr unterschiedlich aussehen. Denn:

Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg.“ (Laotse)

Deshalb ist es als Führungskraft auch so wichtig, Menschen das Ziel nicht nur einmal mitzuteilen, sondern es immer wieder ins Zentrum zu stellen und auch zu erklären, warum wir dahin wollen. Es ist wichtig, die Mitarbeiter zum Mitdenken, Mitmachen und zum Entscheiden zu ermutigen.

„Geben Sie Ihren Mitarbeitern Arbeit, bei der sie ihre Fähigkeiten voll ausschöpfen müssen. Geben Sie ihnen alle notwendigen Informationen. Erläutern Sie ihnen klipp und klar, was es zu erreichen gilt. Und dann – lassen Sie sie in Ruhe.“  Robert Waterman (amerikanischer Unternehmensberater)

 

Es geht darum, die kreativen Kräfte freizusetzen und auch Führung neu zu interpretieren. Als Führungskraft solltest du die Eigeninitiative, das Entscheiden und den Mut unterstützen. Ich weiß, das fällt manchmal sehr schwer, aber wir lernen alle davon, weil es uns weiterbringt. Denn:

„Lieber ein „Whoops!“, als ein „Was wäre wenn?“ (Beau Taplin, Autor)

Auf dieser neuen Entdeckungsreise werden wir erkennen, dass wir uns auf dem Weg zum Ziel vielleicht immer wieder selbst widersprechen werden. Was gestern noch Bestand hatte, muss morgen nicht mehr gültig sein. Und das ist in unserem Kulturkreis schwierig. Du kennst das bestimmt auch: „Vor drei Wochen hast du im Meeting noch gesagt, dass wir das so machen sollen. Und jetzt sollen wir nochmal anders machen?“. Dinge ändern sich. Häufig können wir diese Änderungen nicht vorhersagen, dann müssen wir handeln und vorherige Entscheidungen revidieren. Vielleich kennst du noch Adenauers Spruch?

„Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern? Nichts hindert mich weiser zu werden.“

Als moderne Führungskraft geht es darum, Möglichmacher zu sein, Teams zu unterstützen, sie zu befähigen, das Ziel zu erreichen. Das ist eine neue für uns spannende Führungsrolle und es lohnt sich, in diese Rolle hineinzuwachsen:

„Leadership ist nicht Leute dazu zu bringen, Dinge zu tun, die sie nicht wollen, sondern Leute dazu zu befähigen, Dinge zu leisten, von denen sie niemals glaubten, sie erreichen zu können.“ (Peter Ducker)

 

„Ich bin zuerst und vor allem ein Katalysator. Ich bringe Menschen und Situationen zusammen.“ (Armand Hammer amerikanischer Industrieller)

 

 


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