Zukunft neu denken!!!

Wenn du intuitiv spürst, dass deine Zeit im Job abläuft…und wie du deine Beschäftigungsfähigkeit aufrechterhalten kannst.

Vielleicht spürst du das manchmal auch? Es ist so, als ob du und dein Arbeitgeber einfach nicht mehr zusammengehören und fremd miteinander werden. Als Erklärungsversuche müssen dann Sätze herhalten wie: „Die Werte stimmen nicht mehr überein.“ „Strukturen bröckeln permanent und ändern sich.“ Oder: “ Die Unternehmenskultur hat sich verändert. “Alles wird hektischer und unpersönlicher.“ Eine neue Zeitrechnung ist angebrochen.

Veränderungen sind immer notwendig, um die Weiterentwicklung zu fördern. Und Weiterentwicklung bedeutet, dass sich jeder bewegen muss. Das gilt für Unternehmen genauso wie für Mitarbeiter. Im Idealfall marschieren beide in die gleiche Richtung. Doch manchmal passiert genau das Gegenteil und eine respektvolle Arbeitsbeziehung bröckelt langsam.

 

 

Woran kannst du erkennen, dass sich die Wege entzweien?

Jeder Beschäftigte erlebt sein Arbeitsverhältnis, seine Beziehung zum Unternehmen, zu Vorgesetzten und Kollegen sehr individuell. Doch höre dich einfach mal in deinem Freundes- und Bekanntenkreis um. Oft sind es immer wieder die drei Anzeichen, die auftauchen, wenn sie im Job nicht mehr glücklich sind:

  • Zeitlicher und emotionaler Druck nimmt beim Mitarbeiter zu: Ich komme mit den Vorgesetzten nicht mehr klar bzw. die Zusammenarbeit hat sich verändert (menschliche Seite)
  • Organisatorische Rahmenbedingungen ändern sich, es wird umstrukturiert, neue Organisationsformen eingezurrt (Strukturänderungen)
  • Die fachliche und persönliche Weiterentwicklung stagniert (persönlich)

Doch selten sind wir in der Lage, diese Anzeichen so sachlich und reflektiert zum Ausdruck zu bringen.  Es macht sich anders bemerkbar…

 

Symptomatisch: Stinkende Unternehmenskultur

Als Mitarbeiter erleben und spüren wir eher Veränderungen. Auch wenn wir wissen, dass sich Dinge ändern werden, macht die Kluft zwischen Wissen und persönlicher Wahrnehmung, Betroffenheit und Gefühl einen großen Unterschied aus. Wir versuchen, unserer persönlichen Gefühlswelt irgendwie Ausdruck zu verleihen und umschreiben berufliche Alltagssituationen und Gefühle, die uns belasten. Doch häufig bricht es aus einem einfach so heraus. Ein Schwall von Äußerungen, die meist negativer Natur sind.

Symptomatisch betrifft es verschiede Bereiche im Unternehmen.

 

Beispielhafte  Themen & Symptome:

  • Es wird lauter über schlechte Unternehmenskultur gesprochen
  • Ich gehe nicht mehr gerne zur Arbeit
  • Die Zusammenarbeit wird unpersönlicher
  • Der Informationsfluss nimmt ab, wird selektiver
  • Der Ton miteinander ändert sich langsam aber merklich
  • Entscheidungswege laufen anders, teils werden Ergebnisse nur bekannt gegeben und müssen umgesetzt werden
  • Als vormals Leistungsträger wirst du immer seltener um Rat gefragt
  • Leistungsträger werden scheinbar neu definiert
  • Negative Gefühle und Selbstzweifel schleichen sich wie ein Geschwür in den Alltag

 

Wenn Unternehmen und Mitarbeiter auf sehr unterschiedlichen Wegen marschieren, macht sich das bemerkbar. In einem Podcast-Interview habe ich vor einigen Wochen eine spannende Analogie zur Unternehmenskultur gehört:

Kultur ist wie gute Luft. Ist sie klar und rein, riechst du sie nicht. Ist die Luft leicht verschmutzt, nimmst du es auch nicht wahr. Du riechst das nicht. Stinkt die Luft jedoch, ist sie stark verschmutzt, dann macht sich das ganz wesentlich bemerkbar. „Stinkt die Unternehmenskultur“, wird darüber immer wieder gesprochen und debattiert.

 

Die entscheidende Frage

Viele Menschen können die belastenden Situationen nachempfinden; den Druck, der auf einem lastet, die emotionale Angespanntheit, die Sehnsucht, dass sich wieder alles positiv entwickelt.

Eine verwirrende Situation. Wie kann ich hier einen klaren Kopf bewahren und frühzeitig erkennen, ob sich der Wind für mich negativ dreht?

Es gibt eine ganz einfache Frage dazu. Wenn du diese Frage mit „Nein“ beantwortest, kannst du dir sicher sein, dass deine Zeit in diesem Job abläuft. Vorausgesetzt, du bist wirklich tief unzufrieden und unglücklich mit der Arbeitssituation bzw. damit, wie sie sich entwickeln wird.

Die Frage lautet:

Kannst du deine aktuelle Jobsituation entscheidend positiv beeinflussen?

 

Warum du jetzt ehrlich sein solltest

Wenn du die Frage mit „Nein“ beantwortet hast, dann bist du möglicherweise am falschen Ort. Und wahrscheinlich wirst du gute Gründe haben, warum du an dieser Situation noch festhältst. Deine Familie ist vielleicht auf dein Gehalt angewiesen oder du hast den Vorteil, dir die Zeit relativ flexibel einzuteilen, um deine pflegebedürftigen Eltern zu versorgen.

Doch stell dir vor, alles bleibt beim Alten. Wo bleibst du und was macht das mit dir?

Reichen deine fachlichen Skills für die zukünftigen Anforderungen im Job aus? Bist du up to date? Kannst du die geforderten Erwartungen erfüllen und kannst du deine Situation positiv beeinflussen? Vielleicht nickst du jetzt, das ist super. Vielleicht musst du erst darüber nachdenken.  Doch wenn du in deinem Job „glücklich“ sein möchtest, dann sollte im Idealfall die emotionale Komponente stimmen sowie das Arbeitsumfeld und die Gesamtbedingungen.

Du musst versuchen sehr früh zu erkennen, was hinter dem Berg los ist, was nach der nächsten Kurve kommt. Und es ist wichtig, zunächst einmal sachlich einzuschätzen das, was dich da erwarten könnte.

Wenn wir direkt betroffen sind, sind wir kaum in der Lage mit einem kühlen Kopf eine clevere Einschätzung einer Situation vorzunehmen. Dieses Vorausschauen kannst du immer dann locker machen, wenn niemand damit rechnet.

 

Finde einen Ausweg

Solltest du für dich klar haben, dass deine Zeit abgelaufen ist, dann bleib besonnen. Kein Grund zur Panik!

Kathrin Menge, Mitglied des Vorstands bei Henkel (zuständig für Personal und Services) sprach auf der NEW Work Konferenz(#NWX19) in Hamburg u.a. das Thema „Erhaltung der Beschäftigungsfähigkeit“ der Mitarbeiter für zukünftige Aufgaben an. Und was Arbeitgeber und Mitarbeiter für diesen Erhalt tun müssten. Dabei stellte sie eine ganz zentrale Frage in den Raum:

„Was müsste ich eigentlich in den nächsten Jahren können?“

Denn:

Wenn durch den immer fortlaufenden Wandel Aufgaben wegfallen, muss ich vielleicht andere Aufgaben mitübernehmen.

Meine Stelle verändert sich und ich brauche für die Ausübung dieser neuen Aufgaben neue Fähigkeiten. Welche werden das sein?

Diese Fähigkeiten muss ich erlernen, mich also weiterentwickeln. Denn es ist eine Tatsache, dass die Halbwertzeit von Wissen immer geringer wird. Und damit ist die permanente Weiterentwicklung, das Lernen notwendig. Lernen ist eine permanente Aufgabe!

 

Fazit

Wenn du also deinen Job wechseln willst oder auch planst, längerfristig Veränderungen mitzugehen, dann beschäftige dich damit, wie sich dein Aufgabenfeld in den nächsten Jahren entwickelt, damit du deine Beschäftigungsfähigkeit sicherstellen kannst!

 

 

 


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