Begeistere mit hochwertigen Webinaren!

Webinare sind eine coole Erfindung. Warum? Weil sie uns im Job flexibler machen. Wir erreichen unsere Zielgruppe, unser Publikum überall und können über ein Thema, das für alle wichtig ist, schnell und einfach informieren. Deshalb sind Webinare genial – eigentlich.

Denn viele Webinare werden grottenschlecht abgehalten. Und die Teilnehmenden verlieren leider die Lust und sind nicht mehr bei der Sache! Die 11 erprobten Tipps helfen dir, das in Zukunft besser zu machen! Bei der Vorbereitung deiner Online-Präsentation solltest du so einfach wie möglich an die Sache herangehen. Tools aus meinem Baukasten für erfolgreiche Online-Präsentationen helfen dir dabei.

Ohne die Möglichkeiten, live-online an Webinaren, Web- oder Telefonkonferenzen teilzunehmen, wäre es in der digitalen schnelllebigen Arbeitswelt kaum mehr vorstellbar.

 

Was macht ein gutes Webinar aus?

Doch vorher schauen wir nochmal, was ein gutes Webinar überhaupt ist.

Ein Webinar ist erstmal nur ein technisches Tool, welches flexibel und ortsunabhängig Kommunikation live ermöglicht. Erst die Kommunikation und Interaktion mit diesem Tool macht es zu einem Webinar. Webinare sind ein digitales Tor zu anderen Menschen, eine virtuelle Brücke.

Ganz grob gesprochen gibt es zwei Arten von Webinaren. Das Webinar, welches eher Menschen Informationen und Wissen vermitteln soll und das Webinar, welches eher dazu dient, Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren und den Verkauf zu forcieren. Niemand braucht sich also wegen einer kleinen Produktschulung oder einer kurzen Pflichtschulung auf die Reise begeben, um an einer Veranstaltung teilzunehmen. Du kannst also von zu Hause, aus dem Büro heraus oder mobil von unterwegs teilnehmen.

Doch Menschen in einem Webinar zu begeistern, ist gar nicht so einfach, sonst würden wir nicht so viele schlechte Online-Präsentationen immer wieder erleben. Aber es gibt auch leichte Wege, schnell lebendige und coole Webinare zu halten!

 

Berücksichtige bei der Webinar-Präsentation diese 11 erprobten Schritte:

1. Lerne das Webinar-Tool besser kennen

Es ist wie beim Autofahren. Jedes getriebegesteuerte Auto funktioniert nach den gleichen Prinzipien. Starten, Kupplung treten, Gang einlegen, Bremse lösen langsam etwas Gas geben und die Kupplung kommen lassen. Schon rollt der Wagen. Egal welche Automarke du fährst, du weist wie es geht. Jetzt hat der eine oder andere Wagen noch ein paar charmant Extras, welches das Fahrvergnügen spannender macht oder sogar das Auto in einem Eco-Modus versetzt.

Genauso ist es auch mit den vielen Webinar-Tools, die es auf den Markt gibt. Grundsätzlich ticken sie mittlerweile sehr ähnlich. Sie haben jedoch auch ihre Extras und es ist wirklich vorteilhaft, diese einmal zu testen und sogar im Webinar einzubauen. Du kannst mit den Features deine Präsentation aufmöbeln, und erzeugst einen WOW-Effekt. Sonst bleibt deine Webinar-Präsentation immer wie die Grundausstattung des Autos.

 

Viele Unternehmen setzen auf eine Plattform. Das macht es leichter. Du brauchst dich dann nur einmal mit dem Tool auseinanderzusetzen. Doch hast du zwischen der einen und anderen Präsentation eine längere Pause gemacht, mach dich vorher nochmal mit dem Tool vertraut!

 

2. Verwende keine Musterpräsentation

Wie sehen gute Online-Präsentationen aus? Das ist eine ganz normale Frage, die sich jeder stellt, der das erste Mal präsentiert und Orientierung sucht. Vielleicht kennst du das auch: Du fragst deine Kollegen nach den letzten Online-Präsentationen und so bekommst du eine Idee, wie so die Struktur, die ganze Art und Weise einer Präsentation „state of the art“ ist. Das Problem ist nur, du übernimmst alle Fehler, den altbackenden Stil deiner Kollegen und trägst dazu bei, weitere langweilige Präsentationen zu erstellen, obwohl du genau das Gegenteil willst. Du möchtest doch sicherlich eher begeistern, dein Publikum überzeugen und besser präsentieren? Dann mach es ab jetzt anders! Mach deine eigenen professionellen Online-Präsentationen!

 

3. Achte auf die Zielgruppe

Mach dir bewusst, für wen dein Webinar gedacht ist. Wen hast du eingeladen? Welche Funktion haben sie und warum ist das Thema für diese Menschen wichtig bzw. interessant? Nimm dir Zeit, diese Fragen zu beantworten. Die Antworten geben dir wichtige Hinweise und Impulse für den Inhalt deiner Online-Präsentation. Du bekommst schnell Klarheit darüber, was die Interessen und auch die Bedenken sind. Es ist einfach eine wichtige Vorbereitung. Deshalb nochmal: Nimm dir für die Zielgruppenanalyse ausreichend Zeit!

 

4.  Platziere deine Bilder clever

Die Bilder, die du in deinen Präsentationsfolien verwendest, dienen nicht der Zierde.  Gut gemachte Online-Präsentationen werden zielgerichtet von aussagestarken Bildern unterstützt. Das können ansprechende, offenherzige Bilder mit Menschen sein oder auch nur eine einzige Zahl, die für sich spricht und das gesprochene, vorgetragene Wort unterstützt. Wenn du mit den Bildern eine Botschaft ausdrücken möchtest, sollten sie klar erkennbar und gut platziert sein.

 

5.Verwende so wenig Text wie möglich

Du kennst das wahrscheinlich auch: Viele Präsentationsfolien sind voll mit schwarzen Buchstaben, auch Textwüste genannt. Die Folie ist derart textlastig. Es ist dann eher qualvoll, den Text zu lesen und macht keine Freude.

Deshalb:  Reduziere den Textumfang! Fokussiere dich pro Folie auf die Kernaussage. Das Gehirn tut sich leichter, wenige Worte aufzunehmen. Diese sollten jedoch eine echte Bedeutung haben! Bedeutsame Botschaften merkt sich das Hirn einfacher!

 

6. Entferne alles Überflüssige

Du kannst es dir jetzt schon denken. Wenig, aber dafür aussagekräftige Texte und starke Bilder. Das alles soll unsere Botschaft besser zum Publikum rüber bringen. Die Kunst dabei ist es, Überflüssiges zu entfernen, auszuradieren. In Online-Präsentationen kannst du immer wieder Überflüssiges sehen: Seitenzahlen, Copyright, Logos (Unternehmen, Qualitätslogos). Alles muss noch auf eine Seite gequetscht werden. Dabei geben diese Informationen dem Teilnehmer während der Online-Präsentation keinen Mehrwert. Sie verwirren nur, weil zu viele Elemente auf einer Folie stehen und das Auge eher verwirrt wird.

Also weg mit dem Überflüssigen. Sollte die Folie hinterher an die Teilnehmer verteilt werden, kannst du bei Bedarf die Elemente wieder hinzufügen. Ich weiß, aus Corporate Identity-Gründen wird das manchmal gewünscht.

 

7. Benutze die Sprache deiner Zielgruppe

Überlege einmal, was deine Zielgruppe für „Typen“ sind. Vielleicht kannst du Gemeinsamkeiten feststellen. Sind es überwiegend Führungskräfte, Kollegen aus einem bestimmten Fachbereich, eher verwaltend oder mit den Händen arbeitend? Wie sprechen sie? Mit vielen Fremdwörtern, akademisch oder tragen sie das Herz „auf der Zunge“? Je besser du verstehst, wie die Sprache deiner Teilnehmer ist, umso einfacher kannst du den Einladungstext schreiben, die Bilder aussuchen und Überschriften für deine Folien wählen.

 

8. Erstelle wirkungsvolle Einladungstexte

Jetzt fragst du dich vielleicht, was für Einladungstexte bzw. Bulletpoints du verwendest und ob Einladungen schreiben dein Job ist?  In den meisten Fällen gibst du das Kernthema vor und ein paar Unterpunkte deiner Webinar-Präsentation. Im Business-Kontext vergessen die meisten, dass du hier schon eine Grundrichtung mit auf den Weg geben kannst. Du kannst dein Thema ziemlich clever auf die Tagesordnung bringen. Daher macht es Sinn, hier etwas Gehirnschmalz für gut formulierte Stichpunkte einzusetzen.

Das gleiche gilt auch für Einladungstexte für Webinare, zu denen sich jeder anmelden kann. Du kannst schon im Vorfeld das Thema so steuern, dass du auf eine langweilige Agenda verzichten kannst, denn jeder Webinar-Besucher hat nun eine Idee, welches Thema präsentiert wird, sonst würden die Anmeldungen ja ausbleiben.

 

9. Starte mit einem „Bähm!“

Wie ist deine Online-Präsentation aufgebaut? Vielleicht steht auf der ersten oder zweiten Folie ein „Herzlich willkommen“ und auf der nächsten Folie eine kurze Agenda, also auf welche Punkte du gerne in den nächsten Minuten eingehen möchtest?

Mach es doch mal anders und überrasche dein Publikum. Beginne mit einer kleinen Geschichte oder mit einer gewagten, steilen These, die du dann im Verlauf deiner Online-Präsentation bestätigst bzw. widerlegst. Geh direkt „in die Vollen!“. Bau einen Spannungsbogen auf! Ein „Herzlich willkommen“ und einen kurzen Ausblick auf das, was kommt, kannst du locker erzählen. Eine extra Folie schafft für niemanden einen Mehrwert.

 

10. Ziehe dein Publikum in Bann

Die einfachste Form, Menschen in den Bann zu ziehen, ist sie aktiv mit einzubeziehen. Sie werden dann Teil der Veranstaltung und sind „ganz Ohr“. Wenn du Menschen in den Bann ziehen möchtest, spreche sie direkt an. Die Zauberwörter „Du“ und „Sie“ funktionieren magisch. Klingt einfach, wird in der Praxis wenig umgesetzt, gerade im Unternehmenskontext wird eher eine „Wischi-Waschi“-Anrede verwendet. Du weißt schon: „Man müsste, man könnte, jemand sollte…“

Stelle auch offene Fragen! Zum Beispiel, wenn du zu einem Unterthema überleitest. Beispiel: „Woran liegt das, dass so wenig Interaktion in Webinaren stattfindet?“ Du nimmst mit einer offenen Frage Menschen in deine Gedankenwelt mit und sie werden gleichzeitig zum Mitdenken angeregt.

 

11. Nutze die Webinar-Features

Die meisten Webinar-Plattformen bieten mittlerweile Umfrage- und Abstimmungstools an. Diese Tools sind sehr einfach bedienbar und schaffen es, Interesse bei dem Publikum zu wecken und Antworten zu geben, z.B. wie die Meinungslage der anderen Teilnehmer ist oder um sonstige Einschätzungen der Teilnehmer abzufragen. Dadurch sind Teilnehmer „Mittendrin, statt nur dabei!“ Darauf stehen alle Menschen. Die wollen ins Geschehen einbezogen werden!

 

Fazit

Du kannst bereits mit wenig Aufwand unglaublich große Wirkung erzeugen, mit deiner Webinar-Präsentation begeistern und deine Botschaft erfolgreich platzieren. Es lohnt sich einfach, ein paar kleine Anpassungen zu machen und anschließend mit Online-Präsentationen vom Hocker zu reißen!

Am Ende geht es immer darum, dass der Webinarteilnehmer einen Nutzen, einen Mehrwert bekommt. Je besser du deine Botschaft inszenierst, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du deine Botschaft auch in die Köpfe der Menschen bekommst und sie deiner Online-Präsentation folgen.


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