Praxistipp – Webinare moderieren: Vermeide diese 3 Fehler in der Startphase

 

Worauf du unbedingt in der Onboarding-Phase eines Webinars achten solltest.

Du hast sicher auch schon an Webinaren teilgenommen? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Vielleicht waren die Startphasen anstrengend. Bei irgendwelchen Teilnehmern rauschte das Mikro laut oder es gab unglaublich starke Hintergrundgeräusche, so dass in den Ohren wirklich unangenehm wurde. Als Moderator eines Webinars kannst du einiges dafür tun, damit deine Teilnehmer einen super Webinarstart bekommen! Wenn du diese drei nachfolgenden Fehler in der Startphase vermeidest, sind deine Teilnehmer viel schneller bereit, deinem Webinar zu folgen!

 

Diese Voraussetzung solltest du schaffen

Boris Becker hat einmal den Center-Court in Wimbledon als sein Wohnzimmer bezeichnet. Er hat sich in Wimbledon zu Hause gefühlt. Und dort zeigte er über Jahre hinweg sein bestes Tennis. Ihm war in Wimbledon alles vertraut, alles passte und er konnte seine sportlichen Fähigkeiten voll ausspielen.

 

Einmal ganz grundsätzlich

Wenn du ein Webinar abhalten möchtest, ist es dein Job, auf der Webinarplattform „zu Hause“ zu sein. Also frag dich: bist du mit der Webinarplattform vertraut, bist du auf ihr „zu Hause“ und kannst dich sicher bewegen? Wenn nicht, empfehle ich dir, das auf jeden Fall zu machen und bis zum Starttermin im Umgang mit der Plattform sicher zu werden. Sicherheit färbt ab. Wenn du mit der Plattform sicher bist, spüren das deine Teilnehmer.

 

Die Vorbereitungsphase – 3 wichtige Punkte

Und jetzt nehmen wir gemeinsam die Onboarding-Phase unter die Lupe.

Viele selbsterklärte Online-Moderatoren und Online-Präsentatoren übergehen diese Phase und legen wenig Wert auf ein professionelles Onboarding. Sie konzentrieren sich eher auf die Startphase des Webinars. Vielleicht manchmal empfinde ich das sogar leichtsinnig, denn hier verschenkst du wirklich viel „Bonus“, noch bevor das Webinar überhaupt gestartet ist. Denn das Webinarerlebnis beginnt bereits viel früher.

Doch hier lauern einige Stolpersteine. Wenn du Pech hast, baden gerade deine Teilnehmer diese Hürden aus.

Bevor du deine Teilnehmer zum Webinar einlädst, solltest du dir drei ganz wichtige Fragen stellen:

  • Soll das ein interaktives Webinar werden, in dem die Teilnehmer auch reden können? Oder soll die Kommunikation nur über den Chat laufen?
  • Ist deine Zielgruppe IT-affin? Sind sie in der Lage, den technischen Anweisungen des Webinar-Programms zu folgen oder fühlen sie sich damit überfordert?
  • Kennt sich deine Zielgruppe mit den Einstellungen des Mikrofons und des Audios aus? Können sie von sich aus die Einstellungen verändern, das Mikrofon stumm schalten oder brauchen sie Hilfe?

 

Diese Punkte können deinen Webinarstart so richtig versalzen

Ich bin hier ganz ehrlich: Mich ärgern die schlechten Vorbereitungs- und Startphasen so richtig. Und das aus zwei Gründen:

  1. In der Vorbereitungsphase hat es der Webinar-Moderator vrepasst, mit seinen Teilnehmern rechtzeitig per Mail zu kommunizieren und einen vorzeitigen Check-Up der Webinartechnologie zu ermöglichen..  Entweder hat er gar nicht darüber nachgedacht, dass sie Unterstützung brauchen oder – und das erlebe ich in letzter Zeit auch häufiger – der Moderator geht davon aus, dass die Menschen mit der Grundtechnologie von Webinarplattformen vertraut sind und sie alleine zu Recht kommen werden.
  2. Auch wenn es zu Beginn nur wenige Minuten dauert, bis sich alles regelt, so ist es eine nervige und anstrengende Zeit, die mich komplett aus dem Fokus, nämlich dem eigentlichen Thema des Webinars, holt. Und genau das gilt es zu vermeiden.

 

Achte auf diese drei Punkte!

Daher kurz die drei wichtigsten Schritte zusammengefasst, die du im Vorfeld in der Onboardingphase beachten solltest. (Weitere, ergänzende Punkte findest du auch im Blogartikel „11 Schritte“ – eine echter Praxistipp!)

  1. Checke deine Zielgruppe: Sind sie wirklich fit im Umgang mit dem Anmeldeprozedere? Kannst du das einigermaßen positiv einschätzen? Wenn nicht- dann ist der zweite Punkt wichtig.

 

  1. Weise in deinem Einladungsschreiben zum Webinar kurz darauf hin, wie das Einloggen ganz konkret in die Plattform abläuft. Hier reicht eine kurze und knappe, freundlich formulierte Anweisung völlig aus. Vermeide hier also einen umfangreichen 10-Punkte-Plan! Die Menschen brauchen diese Grundinformation wirklich nur sehr knapp und praxisnah.

 

  1. Noch bevor du dein Webinar offiziell startest, erkläre sehr locker und in einfachen Worten die gemeinsamen „Spielregeln“, damit jeder Teilnehmer ein tolles Erlebnis hat. Und wenn du das Webinar richtig aktiv gestalten möchtest, also auch die Teilnehmer eigenständig das Wort ergreifen sollen, dann zeige ihnen, wie sie das Mikro aktivieren und auch wieder stumm schalten können. Bitte sie vor allem darum, das Mikro nur anzustellen, wenn sie auch etwas sagen wollen. So vermeidest du permanente Nebengeräusche. In diesem Zusammenhang kannst du dir auch überlegen, ob es für dich ok ist, dass die Teilnehmer auch ihre Kamera anschalten. Das kann die Veranstaltung insgesamt lebendiger machen und auch je nach Thema wiederum ablenken.

Ja, und bis hierhin hat das Webinar noch nicht begonnen.

 

Fazit

Bei Vorstellungsgesprächen, in Präsenzveranstaltungen oder auch bei Kundenbesuchen wird dieser geflügelte Satz gerne gebraucht: Für einen ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

Aus meiner Sicht verhält es sich bei Webinaren und Online-Meetings auch so. Als Webinarmoderator bist du dafür verantwortlich, dass dein Publikum eine gute „Anreise“, ein gutes Onboarding hat, sich bei dir mit den anderen Teilnehmern wohlfühlt! Und genau deswegen ist es wichtig, im Vorfeld nochmals gewissenhaft zu überprüfen, ob die Teilnehmer problemlos ins Webinar kommen können. Gleichzeitig wird jeder Webinar-Profi seinen Teilnehmern die aktive Teilnahme erleichtern und kurz zeigen, wo die wichtigsten Features zu finden und zu bedienen sind. Ja, und dann kann es schon losgehen!

 

 

 

 


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